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N wie Ninive
Erzählungen

In metaphorisch einprägsamen Stil  werden verschiedene Schicksale erzählt, die ihren Haupthelden alles abverlangen, sie an ihre Grenzen bringen. Bei der Frage nach der Schuld, nach Gerechtigkeit und Gott verstricken sich Zukunft und Vergangenheit. 

"Er hat einen eigenen Ton, ein bisschen mecklenburgisch erdenschwer, aber dann auch wieder sehr poetisch"

Frankfurter Allgemeine 07.10.2014 Nr. 232 S. 10 

Das Aber zu Dresden

Das Aber zu Dresden

Johann Georg Theodor Grässe

Das Aber zu Dresden

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Früher sagte man häufig von Personen, die schlecht bei Gelde waren: es fehlt ihm an dem Dresdnischen Aber. Der Ursprung dieses Sprichworts ist folgender. Im Jahre 1617 haben der Kaiser Matthias und der Erzherzog Ferdinand von Oesterreich den Churfürsten Johann Georg I. zu Dresden besucht und der Letztere hat ihnen unter anderen Merkwürdigkeiten seiner Residenz auch das mit Geschützen aller Art und andern zur Kriegsführung nöthigen Dingen vollständig ausgerüstete Zeughaus gezeigt. Als er nun den Kaiser fragte, wie ihm das Alles gefalle, so gab dieser zur Antwort: „das Zeughaus ist vortrefflich, aber!" Der Churfürst hat gleich gemerkt, diese abgebrochene Rede des Kaisers solle soviel sagen, als: es wären wohl Waffen und Vorräthe genug da, aber so viel Geld, als zur Erhaltung einer zu diesen im Verhältniß stehenden Armee nöthig wäre, sei nicht in Sachsen. Indeß hat er auf der Stelle nichts geantwortet, sondern den Kaiser weiter und endlich in die churfürstliche Schatzkammer gebracht, wo ihm eine so ungeheure Menge von daselbst befindlichen Silberplatten gezeigt ward, daß er sich nicht genug wundern konnte. Als er nun diese und andere hier nicht vermuthete Schätze staunend betrachtete, da sagte der Churfürst: „Allergnädigster Kaiser, hier ist das Aber!"

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aus: Johann Georg Theodor Grässe, Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen. Bd. 1. Zweite verbesserte und vermehrte Auflage, Dresden, 1874, S. 110.

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