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Florian Russi
Die Irrfahrten des Herrn Müller II
Eine moderne Odyssee

Daniel Müller ist ein aufstrebender junger Möbelkaufmann. Er hat eine Freundin, doch auch eine Kundin seiner Firma versucht ihn zu gewinnen. Als Daniel sie ermordet auffindet, spricht alles dafür, dass er der Mörder ist. Er gerät in Panik und flieht, fährt zum Flughafen und bucht den nächsten Flug ins Ausland. Im Flugzeug entdeckt ihn eine nymphomanisch veranlagte Prinzessin: Sie versteckt ihn in ihrem Schloss. Während Zielfahnder der Polizei ihm auf den Fersen sind, erlebt Daniel immer neue Abenteuer und Überraschungen …


"Tagebuch eines Dresdner Bürgers..."

David August Taggesell

"September 1806 bis December 1815

1806.

Vom 12. - 18. September marschirten preu0ische Infanterie- und Cavalerrieregimenter nebst sechs Batterieen Artillerie unter Befehl des Fürsten von Hohenlohe durch Dresden, denen vom 18. - 24. September 22,000 Mann Sachsen als Verbündete gegen Napoleon folgten. - Alle diese Truppen marschirten nach Saalfeld zu.

Am 12. October wurden die Wälle am Zwinger, Brühl´schen Garten, am Pirna´schen Thore und am Palais-Platze in Neustadt mit Kanonen besetzt.

Am 13. Octbr. fuhren 40 Wagen mit Geld aus dem Finanz-Collegium nach Bautzen und Görlitz, desgleichen wurde am 14. Octbr. die Silberschatzkammer und die Kostbarkeiten des grünen Gewölbes unter Bedeckung einer Abtheilung Garde du Corps ebenfalls in die Lausitz gebracht.

Den 17. Octbr. verbeiteten die Nachricht über die Schlacht von Jena und deren für die sächsischen Truppen so unglücklichen Ausgang Furcht und Schrecken unter den Bewohnern Dresdens. Tausende von Menschen versammelten sich vor dem churfürstlichen Schlosse und drangen in die Höfe und Gänge desselben unter Wehklagen die Abreise des Hofs nach Prag befürchtend. Da erschien in den Nachmittagsstunden der sächsische Husaren-Major von Funk, welchen Napoleon an den Churfürsten von Sachsen abgesandt hatte, um die beruhigende Nachricht zu bringen, daß der Kaiser der Franzosen Sachsen nicht als Feind betrachten wolle und den Churfürsten Firedrich August bitten ließ, Dresden nicht zu verlassen. Diese frohe Nachricht verwandeltete die allgemeine Trauer in Feude, der Hof blieb und vom 20. - 25. Octbr. kehrten die freigegebenen sächsischen Gefangenen und Blessirten zurück.

Am 24. und 25. Octbr. wurden die Kostbarkeiten der Silberschaftzkammer und des grünen Gewölbes wieder nach Dresden zurückgebracht.

Während diesen Tagen wurden überall Placate angeschlagen mit der Aufschrift: Territoire de la Saxe electorale, pays neûtre (Kurfürstenthum Sachsen neutrales Gebiet).

Den 24. Octbr. Abends 5 Uhr rückten gegen 9 - 10000 Mann baiersche Truppen in die Stadt und Vorstädte ein und besetzten sogleich alle Thor- und Schlagwachen, sie standen unter Commando des Generals Mazzanelli und gehörten zur Division des Generalleutnants Deroy.

An demselben Tag kam der von Napoleon zum Gouverneur der Stadt Dresden ernannte Obristleutnant und k. k. Kammerherr Thiard hier an und erließ am 25. Octbr. in französischer und deutscher Sprache eine Bekanntmachung, hinsichtlich der Einquartierung, Verpflegung der Truppen, Verabreichung von Lebensmitteln aus den Magazinen etc. anschlagen, und nach welcher eine Stunde nach dem Zapfenstreiche kein Soldat mehr auf der Straße oder in Kaffe- und Schenkhäusern verweilen durfte.

Den 31. Octbr. marschirten die am 25. d. M. eingerückten Baiern fort, den 1. Novbr. dagegen rückte ein zweites Corps ein, denen ein drittes den 2. Novbr. folgte und Quartier in Neustadt, Friedrichstadrt und vor dem Wilsdruffer Thor nahm, Dresden aber den 3. Novbr. wieder verließ.

Den 3. - 6. Novbr. r&uumuuml;ckten Würtenbergische Truppen 12000 Mann stark ein und marschirten den 8. d. M. wiedder fort. Sie standen unter dem Commando des Feldmarschall-Leutnant von Seckendorf und gingen so wie die baierschen Truppen von hier nach Schlesien.

Den 8. Novbr. wurden die sämmtlichen Wachen wieder von sächsischen Truppen, die Schläge von den Bürgern besetzt, und zwar von den Unangesessenen, während die Angesessenen wegen der gehaben Einquartirungslasten davon verschont bleiben sollten.

Den 17. Novbr. rückte ein Bataillon Baiern in Dresden ein, und marschirte den 18. Novbr. wieder ab."

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