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Winckelmann im Kreise der Gelehrten

Klaus-Werner Haupt

Das Gemälde "Winckelmann im Kreise der Gelehrten in der Nöthnitzer Bibliothek" von Theobald Reinhold Anton Freiherr von Oer steht im Mittelpunkt dieser Abhandlung über Winckelmann. Es dient dem Autor als Vorlage für eine kurze szenische Darstellung, in der die Geisteshaltungen und die Kontroversen der zwölf Gelehrten sichtbar werden.
Insgesamt besteht das Heft aus drei Teilen. Einem Kurzabiss zum Maler von Ohr, dessen Bild im Mittelpunkt steht, dann der szenischen Abhandlung, die das Bild zum Leben erweckt. Anschließend wird in einem wissenschaftlichen Abriss Winckelmann als Wegbereiter der Weimarer Klassik abgehandelt.

Brücken

Brücken

Alexander Walther

In Dresden verbinden insgesamt zehn Brücken die beiden Elbseiten der Stadt. Das bekannteste Brückenbauwerk ist sicherlich das sogenannte "Blaue Wunder". In jüngster Vergangenheit stand allerdings die Diskussion um die kürzlich fertiggestellte Waldschlösschenbrücke im Vordergrund. Was kaum jemand weiß, ist, dass die sächsische Landeshauptstadt mit der Augustusbrücke über eine der wahrscheinlich ältesten Steinbrücken Europas verfügt. Im Folgenden werden die Brücken Dresdens einzeln vorgestellt.

Die volkstümlich als "Blaues Wunder" bezeichnete Loschwitzer Brücke verbindet die beiden Stadtteile Blasewitz und Loschwitz. Der Baubeginn der Brücke erfolgte am 1. September des Jahres 1891. Zwei Jahre später wurde sie eröffnet. Bis zum Jahr 1912 trug sie den Namen König-Albert-Brücke, danach wurde sie in Loschwitzer Brücke umbenannt.

Die Waldschlösschenbrücke ist die jüngste Brücke Dresdens. Sie wurde nach mehrjähriger Planungs- und Bauzeit am 24. August des Jahres 2013 fertiggestellt. Die bereits zum Ende des 20. Jahrhunderts geplante Brücke sorgte in der Stadt für einen langwierigen Rechtsstreit zwischen Gegnern und Befürwortern des Bauwerkes. Ein Bürgerentscheid erbrachte im Jahr 2005 eine Mehrheit für den Bau der Brücke. Die Brücke führt durch die Kulturlandschaft Dresdner Elbtal, die von der UNESCO als Welterbe prämiert wurde. Mit dem Entscheid für die Brücke setzte die UNESCO das Elbtal auf die Rote Liste des gefährdeten Welterbes. Der Stadt selbst wurde der Welterbetitel im Jahr 2008 aufgrund des Brückenbaus entzogen. Die Waldschlösschenbrücke verbindet die Stadtteile Radeberger Vorstadt und Johannstadt.

Die Albertbrücke wurde zwischen den Jahren 1875 und 1877 erbaut. Ihren Namen verdankt sie dem sächsischen König Albert. Während der DDR-Zeit wurde sie in Brücke der Einheit umbenannt, nach der Wiedervereinigung 1990 erhielt sie allerdings ihren ursprünglichen Namen wieder. Die Brücke verbindet den Sachsenplatz mit dem Rosa-Luxemburg-Platz und ist die östlichste der vier Brücken der Dresdner Innenstadt. 

Die Carolabrücke ist nach der Gemahlin König Alberts von Sachsen, Carola von Wasa-Holstein-Gottorp, benannt. Die heutige Brücke wurde zwischen den Jahren 1967 und 1971 errichtet und verbindet den Rathenauplatz in der Altstadt mit dem Carolaplatz in der Inneren Neustadt. Eine erste Carolabrücke wurde zwischen den Jahren 1892 und 1895 errichet. Diese wurde am Ende des zweiten Weltkriegs von der Waffen-SS durch Sprengungen stark beschädigt. Die Überreste der Brücke wurden schließlich im Jahr 1952 gesprengt, ein Neubau konnte dann 15 Jahre später begonnen werden.

Die Augustusbrücke wurde in ihrer heutigen Form zwischen den Jahren 1907 und 1910 errichtet und nach teils erheblichen Kriegsbeschädigungen im Jahr 1947 umfassend restauriert. Zwischen den Jahren 1945 und 1990 trug sie den Namen Georgij-Dimitroff-Brücke. An der Stelle der heutigen Augustusbrücke stand bereits im 11. Jahrhundert eine Holzbrücke. Seit dem 13. Jahrhundert findet sich in den Aufzeichungen eine Steinbrücke, die als eine der ältesten europäischen Steinbrücken gilt. Unter dem Kurfürsten August dem Starken bauten Matthäus Daniel Pöppelmann und Johann Gottfried Fehre die vorhandene Brücke im Stil des Spätbarocks um. Aufgrund des zum Ende des 19. Jahrhunderts gestiegenen Verkehrsaufkommens wurde allerdings ein Neubau notwendig, der in seiner heutigen Form die historischen Kerne von Alt- und Neustadt verbindet.

Die Marienbrücke ist die älteste erhaltene Brücke der Stadt. Sie wurde im Jahr 1852 fertiggestellt und besteht seit dem Jahr 1901 aus zwei direkt nebeneinander liegendenden Brücken, als für den Eisenbahnverkehr ein eigenes Bauwerk in Betrieb genommen wurde, dass zu Beginn des 21. Jahrhunderts durch einen Neubau ersetzt wurde. Benannt ist sie nach der Gemahlin des Königs Friedrich August II. von Sachsen, Maria Anna von Bayern.

Die Flügelwegbrücke ist ein 285 Meter langes Balkenbrückenbauwerk, dass erstmals zwischen den Jahren 1929 und 1930 erbaut wurde. Sie verbindet die Stadtteile Trachau, Pieschen und Mickten mit Löbtau und Cotta. Eingeweiht wurde die Brücke unter dem Namen Kaditzer Brücke, volkstümlich wurde sie allerdings bereits frühzeitig als Flügelwegbrücke bezeichnet, benannt nach dem zur Brücke führenden Flügelweg. Im Jahr 1984 erfolgte die Umbenennung in Rudolf-Renner-Brücke, bevor sie im Jahr 1994 den offiziellen Namen Flügelwegbrücke erhielt. Zwischen den Jahren 2001 und 2004 wurde das Bauwerk unter Verwendung der alten Fundamente und Widerlager umfassend saniert.

Die Elbebrücke Dresden ist ein Teil der Bundesautobahn 4 und überquert die Elbe in Höhe der Stadtteile Kaditz und Cotta. Zwischen den Jahren 1935 und 1936 wurde sie erstmals als ein Abschnitt der damaligen Reichsautobahn von Berlin nach Dresden errichtet. Der heutige Bau wurde zwischen den Jahren 1995 und 1998 an Stelle des Vorgängerbauwerks installiert und misst eine Gesamtlänge von 496 Metern.

Die Eisenbahnbrücke Niederwartha verbindet den zu Dresden gehörenden Stadtteil Niederwartha mit der Gemeinde Radebeul-Kötzschenbroda. Ein erster Bau der Eisenbahnbrücke fand zwischen den Jahren 1873 und 1875 statt im Zuge des Baus der Eisenbahnstrecke zwischen Berlin und Dresden. Sie war bis 1945 nicht nur vom Eisenbahnverkehr, sondern ebenso vom Kraftwagenverkehr und Fußgängern genutzt. Am 8. Mai 1945, dem Tag der deutschen Kapitulation, sprengte ein Kommando der Wehrmacht zusammen mit einer SS-Einheit die Brücke, damit sowjetische Truppen nicht übersetzen konnten. Der zweite Überbau blieb allerdings trotz starker Beschädigungen stehen und diente noch als Fußgängerüberweg. Am 31. Juli 1945 versuchte man die Überbleibsel der Brücke mittels eines leeren Personenzuges testweise zu überqueren. Allerdings stürzte der Zug mitsamt der Restbrücke in die Elbe. Zwei Personen starben, der Lokführer wurde trotz eines von zahlreichen Menschen unterzeichneten Gnadengesuchs in ein sowjetisches Straflager inhaftiert, wo er kurze Zeit später verstarb. Im Jahr 1946 wurde anstelle der alten Brücke auf einer provisorisch errichteten Hängebrücke ein Eisenbahngleis installiert, das bis zum Jahr 1983 zur Zugüberquerung der Elbe diente. Die alte Brücke wurde zwischen den Jahren 1977 und 1983 durch einen Neubau ersetzt und beinhaltete neben zwei Gleisen auch einen Weg für Fuß- und Radfahrer.

Die Straßenbrücke Niederwartha führt wie die Eisenbahnbrücke von Niederwartha nach Radebeul-Kötzschenbroda. Sie wurde zwischen den Jahren 2006 und 2008 errichtet und nach zahlreichen Ausbesserungsarbeiten im direkten Umland aufgrund des verstärkten Hochwasserschutzes schließlich zum Ende des Jahres 2011 freigegeben. Sie ist mit einer Stützweite von 192 Metern die längste in Deutschland stehende Schrägseilbrücke in Verbundbauweise.