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Matt Lamb Kirche Bergern

Klaus von der Weiden, Susanne Wellhöfer

Es klingt fast wie ein Märchen, da kommt ein großer amerikanischer Künstler in ein kleines thüringisches Dorf und gestaltet dort die bisher unbedeutende Dorfkirche mit seinen Werken aus. Und doch ist es so geschehen in Bergern unweit der Kleinstadt Bad Berka. Die kleine Broschüre erzählt von der Kirche, dem Künstler und dem Werk, und wie es zu dieser unglaublichen Begenheit kam.

Weinbergkirche Dresden-Pillnitz

Alexander Walther

Weinbergkirche "Zum Heiligen Geist" Dresden-Pillnitz

Foto: Makrodepecher / pixelio.de
Foto: Makrodepecher / pixelio.de

Im Dresdner Stadtteil Pillnitz liegt die Weinbergkirche "Zum Heiligen Geist", ein barocker Sakralbau, der das erste kirchliche Bauwerk vn Matthäus Daniel Pöppelmann, Erbauer des Dresdner Zwingers, gewesen ist. Baubeginn des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes war 1723, da ein Ersatz für die Schlosskirche Pillnitz benötigt wurde. Die Schlosskirche wurde von 1593 bis 1596 erbaut, 1597 fand die Weihe statt. Am 11. Mai 1723 erließ August der Starke den Befehl zum Abreißen der Schlosskirche und forderte einen Neubau, bei dem sowohl Einbauten als auch Baumaterialien der alten Kirche Verwendung finden sollten. Am 24. Mai 1723 erfolgte die Grundsteinlegung für die Weinbergkirche und am 31. Oktober desselben Jahres wurde die Turmkugel auf die Kirche, deren Rohbau fertiggestellt war, aufgesetzt. Etwa zwei Jahre später, am 11. November 1725 wurde die neue Schlosskirche "Zum Heiligen Geist" durch Valentin Ernst Löscher, Superintendent von Dresden, feierlich geweiht.  Während des 19. JAhrunderts erfolgten eine Reihe von Weiterführungen und Umbauten. So wurde beispielsweise die Kanzel im Altarraum angeordnet, die Turmuhr wurde eingebaut und eine neue Orgel an der Westseite installiert sowie 1897 ein Ofen zur Beheizung der Kirche eingesetzt. Im Jahr 1917 wurden kriegsbedingt 29 Zinnorgeln und eine Glocke aus der Kirche entnommen. Im Zuge der Bodenreform nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche dem evangelischen Landeskirchenamt Sachsen zugesprochen. Im Jahr 1954 erfolgte eine Sanierung des Gebäudes, allerdings war die Kirche zunehmend Verfall und Vandalismus ausgesetzt, so dass die Landeskirche schließlich 1976 beantragte, die Kirche in Staatsbesitz übergeben zu können, was allerdings abgelehnt wurde. Ab dem Jahr 1977 wurden durch die ansässige Kirchgemeinde Hosterwitz keine Gottesdienste mehr in der Weinbergkirche abgehalten und im Jahr 1983 wurde die Stadt Dresden zum Eigentümer des Bauwerks. Mit der politischen Wende 1989 formiert sich schließlich in Pillnitz ein Bürgerkomitee, dass als eine ihrer zentralen Forderungen die Rettung der Kirche vor dem Verfall einsetzt. Bereits am 5. Mai 1990 fand dann ein erstes Benefizkonzert statt und die inoffizielle Gründung der Interessengemeinschaft Weinbergkirche Pillnitz, die sich offiziell am 30. September 1990 gründen sollte. Im Oktober 1990 begannen erste Bauarbeiten und zum Elbhangfest 1991 wurde die neu vergoldete Turmkugel aufgesetzt.  1992 wurde das Hauptdach neu eingedeckt und 1993 der Freistaat Sachsen zum neuen Eigentümer, der ab diesem Zeitpunkt sowohl für die Koordinierung der Arbeiten als auch deren Finanzierung zuständig war. Nach der Restaurierung der Außenfassade wurde zum Elbhangfest 1994 der Altar in restauriertem Zustand präsentiert. Bis 1997 folgten weitere Rekonstruktionsarbeiten, unter anderem wurde die Sakristei neu gestaltet, der Taufstein und die Kanzel saniert sowie die Restauration der Orgel, die zum Elbhangfest 1997 feierlich geweiht werden konnte. Bis in die Gegenwart folgten zahlreiche Konzerte und Ausstellungen, Hochzeiten und auch Gottesdienste, die seit 1997 wieder regelmäßig abgehalten werden.

Weinbergkirche Dresden-Pillnitz

Bergweg 3
01326 Dresden

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