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Johann Joachim Winckelmanns Wirken auf Schloss Nöthnitz und in Dresden

<p "="">Klaus-Werner Haupt

Nach rastlosen Jahren findet Johann Joachim Winckelmann auf dem nahe Dresden gelegenen Schloss Nöthnitz eine Anstellung als Bibliothekar. Die bünausche Bibliothek und die Kunstsammlungen der nahen Residenzstadt ermöglichen Kontakte mit namhaften Gelehrten. In ihrem Kreise erwirbt der Dreißigjährige das Rüstzeug für seine wissenschaftliche Karriere. Sein epochales Werk „Gedancken über die Nachahmung der Griechischen Werke in der Mahlerey und Bildhauer-Kunst“ (1755) lenkt den Blick auf die Kunstsammlungen Augusts III. und ebnet den Weg nach Rom.

Winckelmanns Briefe, von denen mehr als fünfzig aus den sächsischen Jahren überliefert sind, lassen seinen Karrieresprung, aber auch seine persönlichen Nöte vor unseren Augen lebendig werden. Zwei Gastbeiträge über die jüngere Geschichte des Schlosses und die Visionen der Freunde Schloss Nöthnitz e. V. runden den Jubiläumsband ab.

Gedenkstätte Busmannkapelle

Gedenkstätte Busmannkapelle

Alexander Walther

Gedenkstätte Busmannkapelle

Sophienkirche mit Busmannkapelle auf einer Zeichnung aus dem frühen 19. Jahrhundert
Sophienkirche mit Busmannkapelle auf einer Zeichnung aus dem frühen 19. Jahrhundert

Die Gedenkstätte Busmannkapelle - Gedenstätte für die Sophienkirche Dresden wird seit 2009 am Dresdner Postplatz nahe dem Zwinger und Schloss errichtet. Sie soll als Denkmal für die in DDR-Zeiten, im Jahr 1963 zerstörte Sophienkirche erinnern und gleichzeitig auf dem Standort entstehen, an dem im 15. Jahrhundert die Busmannkapelle, einem seitlichen Anbau an die Sophienkirche, stand. Außerdem soll die Gedenkstätte auch symbolisch an die Opfer der Bombardierung Dresdens erinnern und dazu beitragen, dass evangelische Opfer der NS- und DDR-Zeit Würdigung finden.

Zwar wurde erst 2009 mit den ersten Bauarbeiten für das Denkmal begonnen, allerdings hatte die Stadt Dresden bereits im Herbst des Jahres 1995 beschlossen, den volkstümlich als "Fresswürfel" bezeichneten Bau, in dem sich früher die HO-Gaststätte "Am Zwinger befand, abzureißen. 1988 erfolgte die Abtragung. Weiterhin wurde 1999 das sogenannte Haus am Zwinger fertiggestellt, ein von Heinz Tesar entworfenes Bauwerk, das auf der nördlichen Hälfte der früheren Sophienkirche platziert wurde und im Grundriß über einen spitzen Ausläufer in Richtung Zwinger und Schauspielhaus verfügt, der nach dem Duktus des Architekten auf den früheren Standort der Kirche hinweisen sollte.

1998 gründete sich schließlich mit der "Gesellschaft zur Förderung einer Gedenkstätte für die Sophienkirche Dresden e. V." eine Initiative, die sich zum Ziel gesetzt hatte, zunächst eine Gedenkplatte zur Erinnerung an den Kirchenbau anbringen zu lassen. Die Öffentlichkeit nahm allerdings nur wenig Notiz von den Bestrebungen des Vereins, so dass neun Jahre vergehen sollten, bis im November 2008 schließlich die Genehmigung zum Bau einer Gedenkstätte am Ort der Sophienkirche erteilt wurde. Zum 64. Jahrestag der Bombardierung Dresdens wurden die ersten vier Stelen des Denkmals errrichtet. Die Stelen wurden genau an den Stellen platziert, an denen sich früher vier Strebepfeiler der Südwand der Kirche befanden. Im Frühjahr 2010 erfolgte die Aufstellung einer fünften Stele. Alle Stelen sind in etwa 14 Meter hoch und bestehen aus Beton. Zuvor wurde allerdings bereits im Januar 2010 die Grundsteinlegung der Gedenkstätte gefeiert. Im Beisein der Dresdner Oberbürgermeisterin Helma Orosz sowie des sächsischen Landesbischofs Jochen Bohl wurde ein Stein aus den früheren Grundmauern der Sophienkirche gelegt, der mit wichtigen Daten der Kirche und Stadt gefüllt wurde.

Im Frühjahr 2011 begann die zweite Baustufe. Zunächst wurde der Boden der künftigen Stätte gepflastert. Im Mai erfolgte die offizielle Einführung der zweiten Bauphase, deren primäres Ziel die Errichtung einer sogenannten Raumschale, die eine Höhe von fünf Metern haben soll, beinhaltet und in diesem Zuge sollen auch verschiedene Bauteile, die bei Ausgrabungen gefunden wurden, integriert werden, wie Steine oder Fenstergewänder. Bis zum Ende des Jahres 2011 konnte die Umhüllung der Gedenkstätte bis auf eine Höhe von fast 11 Metern gebracht werden.

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Literaturauswahl:

Wiebke Fastenrath: Zur ehemaligen Busmannkapelle in Dresden. In: Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.): Denkmalpflege in Sachsen. Mitteilungen des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen. Landesamt für Denkmalpflege, Dresden 1996, S. 5-15.

Gerhard Glaser: Die Gedenkstätte Sophienkirche. Ein Ort der Trauer, ein Ort gegen das Vergessen. In: Heinrich Magirius, Gesellschaft zur Förderung der Sophienkirche (Hrsg.): Die Dresdner Frauenkirche. Jahrbuch zu ihrer Geschichte und Gegenwart. Band 13, Regensburg 2009, S. 192-201.

Gedenkstätte für die abgerissene Sophienkirche. In: Markus Hunecke: Die Sophienkirche im Wandel der Geschichte. Franziskanische Spuren in Dresden, Leipzig 1999, S. 137-138.

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