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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Richter, Frank

Alexander Walther

Frank Richter

Theologe, Gründer der Gruppe der 20 und Träger des Bundesverdienstkreuzes

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VITA 

Frank Richter wurde am 20. April 1960 in Meißen geboren. An der Erweiterten Oberschule in Großenhain erlangte er 1978 das Abitur. Als Bausoldat war er von 1979 bis 1981 in Stralsund stationiert. Von 1981 bis 1987 studierte er Katholische Theologie und Philosophie in Erfurt udn Neuzelle. Die Weihe zum Priester erfolgte 1987 in Dresden, wo er zwischen 1987 und 1994 als Vikar seelsorgerische Tätigkeiten in zwei katholischen Pfarreien übernahm. Von 1994 bis 1997 war er als Jugendseelsorger für die Planung und Realisierung des Jugendprogramms des Katholikentages in Dresden 1994 und für die Konzeption und Planung von Jungendreisen, Freizeiten und sonstigen Jugendveranstaltungen und internationalen Jugendbegegnungen verantwortlich. Von 1997 bis 2001 letete er als Pfarrer die katholische Gemeinde im erzgebirgischen Aue. Von 2001 bis 2006 war er als Referent für die Fächer Ethik, evangelische Religion und katholische Religion vom Sächsischen Staatsinsititut für Bildung und Schulentwicklung in Radebeul angestellt, bevor er von 2006 bis 2007 im hessischen Offenbach als Pfarrer der altkatholischen Gemeinde tätig war. Vor seinem Wechsel von der römisch- zur altkatholischen Kirche ließ er sich laisieren und heiratete. Danach war er für kurze Zeit als Lehrer in Hessen tätig und wurde schließlich im Februar 2009 zum Direktor der Landeszentrale für politische Bildung in Sachsen berufen. Seit 2011 ist er außerdem als Moderator der AG 13. Februar tätig, die dazu dient, alle demokratischen Initiativen gegen die jährlichen Aufmärsche von Neonazis in Dresden zu mobilisieren.

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GRUPPE DER 20

Frank Richter war einer der Gründer der Gruppe der 20 in Dresden. Bestehend aus rund 20 Dresdnern, wurde die Gruppe am 08. Oktober 1989 während einer Demonstration von anderen Demonstranten stellvertretend damit beauftragt, den örtlichen Behörden der Stadt Dresden die Ziele der Bürgerbewegung aufzuzeigen und in Verhandlungen zu treten. Der Gründung ging voraus, dass es in den Tagen vor dem 08. Oktober zu teilweise schweren Ausschreitungen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten gekommen war. Als sich am 08. Oktober wieder tausende Demonstranten auf der Prager Straße einfanden, wurden diese eingekesselt. Frank Richter ergriff zusammen mit Andreas Leuschner die Initiative und ging auf die Volkspolizisten zu und suchte das Gespräch mit ihnen. Im Anschluss daran wurden die bereits erwähnten rund 20 Personen ausgewählt, um die Forderungen an den damaligen Oberbürgermeister Wolfgang Berhofer weiterzuleiten. Einige der Forderungen waren Reisefreiheit, Pressefreiheit, Wahlfreiheit und Freilassung politischer Gefangener.

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AUSZEICHUNGEN

Europäischer Menschenrechtspreis 1991 (von Frank Richter stellvertretend für alle friedlichen Demonstranten des Wendeherbstes 1989 entgegen genommen)

Bundesverdienstkreuz 1995

Erich-Kästner-Preis 1995

Sächsische Verfassungsmedaillie

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PUBLIKATIONEN

Worte wachsen langsam, Dresden, 1997

Werterziehung an der Schule - Möglichkeiten und Grenzen Hrsg. CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages

Schriftenreihe zu Grundlagen, Zielen und Ergebnissen der parlamentarischen Arbeit der CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages, Bd. 39, Dresden 2005

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WEITERE INFORMATIONEN:

http://bundesstiftung-aufarbeitung.de/wer-war-wer-in-der-ddr-%2363%3B-1424.html?ID=2830

http://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Richter_(Theologe)

http://www.sba.smk.sachsen.de/9633.htm

http://www.dresden-fernsehen.de/13-Februar/Artikel/1279115/Frank-Richter-Protest-laesst-sich-nicht-vereinheitlichen/

http://www.youtube.com/watch?v=6Wx0Ox_s42Y

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