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Die Fibel zum Dresdner Schriftspracherwerb

Die Fibel ist eine farbenfrohe leseanregende Ergänzung zur Arbeit mit den Schülerarbeitsheften des Dresdner Schriftspracherwerbs. Auch sie basiert auf der gleichen Buchstabenprogression und arbeitet mit Lautzeichen. Zur besseren Lesbarkeit sind die Silben konsequent farbig abgesetzt.

Richter, Adrian Ludwig

Richter, Adrian Ludwig

Adrian Ludwig Richter, besser bekannt als Ludwig Richter, wurde am 28.09.1803 in Dresden geboren. Nachdem er bei seinem Vater eine Lehre als Zeichner und Kupferstecher absolviert hatte, studierte er von 1816 bis 1823 an der Dresdner Kunstakademie. Seine Studienreisen führten ihn sowohl nach Frankreich als auch Italien. 1820/1821 wurde er von einem gewissen Fürsten Narischkin aus Russland als Zeichner für eine Reise in das südliche Frankreich beauftragt. Ein dreijähriger Italienaufenthalt von 1823 bis 1826 wurde Ludwig Richter von dem in Dresden ansässigen Verleger Christoph Arnold finanziert.  1828 wird er Lehrer an der Meißner Porzellanmanufaktur, bevor er ab 1836 an der Dresdner Kunstakademie Landschafts- und Tiermalerei unterrichtete und 1841 zum Professor für Landschaftsmalerei  ernannt wurde. Auch wenn Ludwig Richter als Landschaftsmaler überregionale Anerkennung fand, sollte er sich insbesondere als Buchillustrator große Popularität verschaffen können. Hierfür arbeitete er eng mit dem Leipziger Verleger Georg Wiegand zusammen, für den er die Buchreihe „Das malerische und romantische Deutschland" illustrierte.  Die Grimm´schen Märchen sowie die von Hans Christian Andersen in den  „Volksmährchen der Deutschen" von J. K. A. Musäus wurden ebenfalls von Richter mit Illustrationen ausgestattet. Doch Richters wirken ging über die Illustration von schriftlichen Werken hinaus. Er gab im Eigenverlag die sogenannten „Familien-Bilderbücher" heraus, illustrierte Liedersammlungen und Gedichte und sollte am Ende seines künstlerischen Schaffens mehr als 2.000 Holzschnitte für mehr als 150 Bücher geschaffen haben. Aufgrund einer Augenkrankheit musste er allerdings 1873 das Zeichnen aufgeben und schied wenig später auch aus der Kunstakadie als Dozent aus. Ludwig Richter starb 1884 in Dresden, wo er mit einem Staatsbegräbnis geehrt wurde. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zeigten von September 2003 bis Januar 2004 eine Ausstellung unter dem Titel „Ludwig Richter Der Maler" um an den 200. Geburtstag des Künstlers zu erinnern.

Literatur:

Börsch-Supan, Helmut, „Richter, Adrian Ludwig", in: Neue Deutsche Biographie 21 (2003), S. 535-537 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd118600486.html [Stand: 18.12.2012].

Sundermann, Peter, 100 berühmte Sachsen, Erfurt 2010, S. 61.

Spitzer, Gerd/Bischof, Ulrich (Hrsg.), Ludwig Richter - Der Maler. Ausstellung zum 200. Geburtstag, Berlin/München 2003.

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