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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Koch, Franziska Romana

Koch, Franziska Romana

Joseph Kürschner

Franziska Romana Koch

Opernsängering, Tänzerin und Schauspielerin

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Franziska Romana K., geb. Gieraneck, vortreffliche Sängerin, geb. 1748 zu Dresden, † daselbst 1796.

Die später so viel gefeierte Sängerin begann ihre theatralische Laufbahn als Tänzerin, und zwar 1765 bei der Gesellschaft H. G. Kochs (s. S. 380). Nachdem sie sich aber 1766 mit dem Balletmeister Friedrich Karl Koch (s. S. 376) vermählt hatte, wandte sie sich 1769 dem Schauspiel zu und gefiel ebenso wohl in Liebhaberinnen- wie ersten Operettenrollen. Eigentliche Gesangsstudien machte sie indessen erst zwei Jahre später (1771) bei Schweitzer in Weimar, wo sie bis 1777 am Hoftheater engagirt war. Nach dem Brande desselben kam sie an die neubegründete Hofbühne nach Gotha, an der sie das gesammte Fach der ersten Partien in der Oper und die ersten Liebhaberinnen im Schauspiel übernahm und in Opern wie "Romeo und Julie" von Georg Benda, "Alceste" von Ant. Schweitzer, die ausdrücklich für sie componirt worden waren. Vorzügliches leistete. Ihre Darstellung der von Wieland verfaßten Alceste begeisterte den Dichter, als die Oper "Alceste" am 16. Febr. 1774 aufgeführt wurde zu dem Gedicht "An Madame Koch". Als sich das Gothaische Hoftheater auflöste, zog sie es vor, anstatt als erste Sängerin bei der herzoglichen Capelle in Gotha angestellt zu werden, mit ihrem Gatten zur Bondini'schen Gesellschaft überzutreten (1777), der sie bis 1782 als Sängerin, von 1783 bis zu ihrem Rücktrit von der Bühne 1787 (?) als Schauspielerin angehörte. Die K. besaß eine herrliche Figur, eine eben so volle wie wohlklingende Stimme und außergewöhnliche Grazie. Ihre Schwester war Karoline, vermählte Henisch|(s. Bd. XI, S. 751). Zwei Töchter der K., Sophie (geb. 1781 zu Braunschweig) und Marianne (geb. 1783 zu Dresden) haben sich als Schauspielerinnen in kleinen Kreisen nicht unvortheilhaft bekannt gemacht; berühmter wurde eine dritte Tochter, die nachmals verehelichte Krickeberg (s. d.). Ein gutes Porträt von Franziska K. findet man in dem 3. Theil der Litt.- und Theater-Zeitung 1781.

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Kürschner, Joseph, „Koch, Franziska Romana", in: Allgemeine Deutsche Biographie 16 (1882), S. 375-376 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd132717859.html?anchor=adb [Stand: 04.06.2013].

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