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Strandgut
Ein Inseltagebuch

Berndt Seite

Die Ostsee ist ein Sehnsuchtsort, an dem man seine Gedanken mit dem Meer schweifen lassen kann. Beim Anblick der Wellenbewegungen kommen Erinnerinerungen an das Auf und Ab des Lebens auf. In eindrucks- und stimmungsvollen Bildern beschreibt Berndt Seite in seinem Tagebuch philosophische Reflexionen in Rückblick auf sein privates und poltisches Leben. Das raue und derbe Klima der Ostsee, die verschiedenen Jahreszeiten am Meer haben dabei ihren ganz eigenen Charme und helfen ihm, alte Dinge abzustreifen und wieder zu sich selbst zu finden.

Richter, Adrian Ludwig

Richter, Adrian Ludwig

Alexander Walther

Ludwig Richter, ca. 1880
Ludwig Richter, ca. 1880

Adrian Ludwig Richter, besser bekannt als Ludwig Richter, wurde am 28. September 1803 in Dresden geboren. Nachdem er bei seinem Vater eine Lehre als Zeichner und Kupferstecher absolviert hatte, studierte er von 1816 bis 1823 an der Dresdner Kunstakademie. Seine Studienreisen führten ihn sowohl nach Frankreich als auch Italien. Für die Jahre 1820 und 1821 wurde er von einem gewissen Fürsten Narischkin aus Russland als Zeichner für eine Reise in das südliche Frankreich beauftragt. Ein dreijähriger Italienaufenthalt von 1823 bis 1826 wurde Ludwig Richter von dem in Dresden ansässigen Verleger Christoph Arnold finanziert.  Im Jahre 1828 wurde er Lehrer an der Meißner Porzellanmanufaktur, bevor er schließlich ab 1836 an der Dresdner Kunstakademie in den Fächern Landschafts- und Tiermalerei unterrichtete und 1841 zum Professor im Studienfach Landschaftsmalerei  ernannt wurde. Auch wenn Ludwig Richter als Landschaftsmaler überregionale Anerkennung fand, sollte er sich insbesondere als Buchillustrator große Popularität verschaffen können. Hierfür arbeitete er eng mit dem in Leipzig ansässigen Verleger Georg Wiegand zusammen, für den er die Buchreihe „Das malerische und romantische Deutschland" mit grafischen Arbeiten illustrierte.  Die Märchen der Gebrüder Grimm sowie die von Hans Christian Andersen in den „Volksmährchen der Deutschen" von J. K. A. Musäus wurden ebenfalls von Richter mit Illustrationen ausgestattet. Doch Richters Wirken ging über die Illustrationm dieser Werke hinaus. Er gab im Eigenverlag die sogenannten „Familien-Bilderbücher" heraus, illustrierte verschiedene Liedersammlungen und Gedichte und sollte am Ende seines künstlerischen Schaffens mehr als 2.000 Holzschnitte für mindestens 150 Bücher geschaffen haben. Aufgrund einer schweren Augenkrankheit musste er allerdings bereits im Jahre 1873 sowohl die Malerei als auch die Illustration aufgeben und schied wenig später, im Jahr 1876, aus der Kunstakadie als Dozent aus. Ludwig Richter starb schließlich im Jahr 1884 in seiner Geburtsstadt Dresden, die sein Leben und Werk mit einem Staatsbegräbnis ehrte. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zeigten von September 2003 bis Januar 2004 eine Ausstellung unter dem Titel „Ludwig Richter Der Maler", um angemessen an den 200. Geburtstag des Künstlers erinnern zu können. Darüber hinaus ist in Dresden-Loschwitz eine Straße nach dem Künstler benannt.

Literaturauswahl:

Börsch-Supan, Helmut, „Richter, Adrian Ludwig", in: Neue Deutsche Biographie 21 (2003), S. 535-537 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd118600486.html [Stand: 18.12.2012].

Sundermann, Peter, 100 berühmte Sachsen, Erfurt 2010, S. 61.

Spitzer, Gerd/Bischof, Ulrich (Hrsg.), Ludwig Richter - Der Maler. Ausstellung zum 200. Geburtstag, Berlin/München 2003.