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Die verlassene Schule bei Tschernobyl - Lost Place

Nic

Am 26. April 1986 kam es im Atomkraftwerk Tschernobyl zu einer der schlimmsten Nuklearkatastrophen. Die freigesetzte Radioaktivität entsprach dem zehnfachen der Atom-Bombe von Hiroshima 1945. Erst drei Tage später wurde die 3 km entfernte Stadt Prypjat evakuiert und alle Bürger mussten ab 14 Uhr "vorübergehend" ihren Wohnort verlassen. Seither ist die Mittelschule der Stadt verwaist.

30 Jahre Leerstand hinterlassen Ihre Spuren. Doch genau die machen den Ort sehenswert. Der Großteil der Mittelschule ist in einem unberührten Verfallszustand. Die Wände verlieren ihre Farbe, die alten Schulbücher erinnern an den einstigen Schulalltag. Das Heft zeigt Klassenräumen, Flure, die Turnhalle und die große Schulaula.

Das Heft bietet in der Mitte ein doppelseitiges Poster.

ISBN: 978-3-86397-121-2

Preis: 3,00 €

Richter, Adrian Ludwig

Richter, Adrian Ludwig

Alexander Walther

Ludwig Richter, ca. 1880
Ludwig Richter, ca. 1880

Adrian Ludwig Richter, besser bekannt als Ludwig Richter, wurde am 28. September 1803 in Dresden geboren. Nachdem er bei seinem Vater eine Lehre als Zeichner und Kupferstecher absolviert hatte, studierte er von 1816 bis 1823 an der Dresdner Kunstakademie. Seine Studienreisen führten ihn sowohl nach Frankreich als auch Italien. Für die Jahre 1820 und 1821 wurde er von einem gewissen Fürsten Narischkin aus Russland als Zeichner für eine Reise in das südliche Frankreich beauftragt. Ein dreijähriger Italienaufenthalt von 1823 bis 1826 wurde Ludwig Richter von dem in Dresden ansässigen Verleger Christoph Arnold finanziert.  Im Jahre 1828 wurde er Lehrer an der Meißner Porzellanmanufaktur, bevor er schließlich ab 1836 an der Dresdner Kunstakademie in den Fächern Landschafts- und Tiermalerei unterrichtete und 1841 zum Professor im Studienfach Landschaftsmalerei  ernannt wurde. Auch wenn Ludwig Richter als Landschaftsmaler überregionale Anerkennung fand, sollte er sich insbesondere als Buchillustrator große Popularität verschaffen können. Hierfür arbeitete er eng mit dem in Leipzig ansässigen Verleger Georg Wiegand zusammen, für den er die Buchreihe „Das malerische und romantische Deutschland" mit grafischen Arbeiten illustrierte.  Die Märchen der Gebrüder Grimm sowie die von Hans Christian Andersen in den „Volksmährchen der Deutschen" von J. K. A. Musäus wurden ebenfalls von Richter mit Illustrationen ausgestattet. Doch Richters Wirken ging über die Illustrationm dieser Werke hinaus. Er gab im Eigenverlag die sogenannten „Familien-Bilderbücher" heraus, illustrierte verschiedene Liedersammlungen und Gedichte und sollte am Ende seines künstlerischen Schaffens mehr als 2.000 Holzschnitte für mindestens 150 Bücher geschaffen haben. Aufgrund einer schweren Augenkrankheit musste er allerdings bereits im Jahre 1873 sowohl die Malerei als auch die Illustration aufgeben und schied wenig später, im Jahr 1876, aus der Kunstakadie als Dozent aus. Ludwig Richter starb schließlich im Jahr 1884 in seiner Geburtsstadt Dresden, die sein Leben und Werk mit einem Staatsbegräbnis ehrte. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zeigten von September 2003 bis Januar 2004 eine Ausstellung unter dem Titel „Ludwig Richter Der Maler", um angemessen an den 200. Geburtstag des Künstlers erinnern zu können. Darüber hinaus ist in Dresden-Loschwitz eine Straße nach dem Künstler benannt.

Literaturauswahl:

Börsch-Supan, Helmut, „Richter, Adrian Ludwig", in: Neue Deutsche Biographie 21 (2003), S. 535-537 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd118600486.html [Stand: 18.12.2012].

Sundermann, Peter, 100 berühmte Sachsen, Erfurt 2010, S. 61.

Spitzer, Gerd/Bischof, Ulrich (Hrsg.), Ludwig Richter - Der Maler. Ausstellung zum 200. Geburtstag, Berlin/München 2003.