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Friedrich W. Kantzenbach

Erfundenes Glück

Der Autor beschäftigt sich auf lyrischem Weg mit den essentiellen Dingen des Lebens. Er reflektiert seine reichen literarischen Begegnungen und verarbeitet Reiseerlebnisse und persönliche Bekanntschaften mit Menschen, die ihn beeindruckten. Zunehmend durchdringen die Themen Krankheit, Tod und Vergänglichkeit seine Texte.

 

Berühmte Dresdner Architekten

Berühmte Dresdner Architekten

Alexander Walther

Matthäus Daniel Pöppelmann

Geboren am 3. Mai 1662 Herford, gestorben am 17. Januar 1736 in Dresden.

Pöppelmann war einer der führenden Baumeister des Barock und Rokoko. In den Diensten des sächsischen Kurfürsten August dem Starken prägte er das barocke Gesicht der Stadt Dresden  wie kein zweiter Architekt der Frühen Neuzeit. Mit dem Zwinger erlangte er weltweite Bekanntheit.

Als Sohn einer Herforder Kaufmannsfamilie trat Pöppelmann im Alter von 18 Jahren in das sächsische Bauamt ein. Als unbezahlte Hilfskraft war er hier zunächst für sechs Jahre angestellt. Im Jahr 1686 erfolgte die Beförderung zum Baukondukteur. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich mit dem Bau von privaten Bürgerhäusern auf eigene Rechnung. Erst mit dem Jahr 1705 begann seine große Karriere als einer der einflussreichsten Bauherrn in der Dresdner Architekturgeschichte. Zum Landesbaumeister befördert, bekam Pöppelmann den Auftrag zur Planung eines Residenzschlosses zugesprochen. Auf kurfürstliches Geheiß wurde er darüber hinaus in den Jahren 1710 und 1715 auf Bildungsreisen nach Wien, Rom, Neapel, Paris, Belgien und Holland geschickt, bevor er 1718 schließlich zum Oberlandbaumeister als Nachfolger von Johann Friedrich Karcher ernannt wurde. 1734 endete seine Tätigkeit als Oberlandbaumeister und im Jahr 1736 verstarb er nach schwerer Krankheit in der von ihm so geprägten Stadt Dresden. Zu seinen wichtigsten Werken gehören der Zwinger, das Japanische Palais, Schloss Pillnitz, Schloss Großsedlitz, das umgebaute Schloss Moritzburg, die Augustusbrücke sowie die posthum fertiggestellte Dreikönigskirche in Dresden-Neustadt.

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George Bähr

Geboren am 15. März 1666 in Fürstenwalde, gestorben am 16. März 1738 in Dresden.

Bähr war einer der bekannsten Vertreter des deutschen Barock und ist als Baumeister der Dresdner Frauenkirche weltweit bekannt geworden.

Als Sohn eines Zimmermanns wuchs er in ärmlichen Verhältnissen auf. Nach einer in Lauenstein absolvierten Zimmermannausbildung zog es Bähr im Jahr 1690 nach Dresden. Hier war er als Zimmermann tätig und studierte nebenbei Mechanik und entwarf Pläne für Orgeln, Schlösser und Palais. Im Jahr 1705 wurde er zum Ratszimmermeister berufen, was ein Novum darstellte, da er über keinen Meisterbrief verfügte. Sein erstes Bauwerk war die Pfarrkirche in Loschwitz im Jahr 1708. Zwei Jahre später folgte die Waisenhauskirche in Dresden sowie die Schmiedeberger Kirche zur Heiligen Dreieinigkeit zwischen den Jahren 1713 und 1716. Nach weiteren Bauten in Biecz und Forchheim beteiligte sich Bähr zwischen den Jahren 1720 und 1732 am Neu- bzw. Umbau von Kirchen in Königsstein, Kesselsdorf, Hohnstein und Schmannewitz. Außerdem wurden nach seinen Plänen verschiedene Wohnhäuser in Dresden errichtet. Zwischen 1732 und 1738 hatte er die Bauaufsicht der von Matthäus Daniel Pöppelmann geplanten Dreikönigskirche in Dresden-Neustadt inne. Allerdings ist Bähr vor allem für die Dresdner Frauenkirche berühmt geworden. Im Jahr 1722 wurde er mit diesem Bauwerk beauftragt. Sein Entwurf wurde 1726 von staatlicher Seite genehmigt und schließlich umgesetzt. Die Weihe des Innenraumes erfolgte 1734, die Vollendung der Kirche erlebte Bähr allerdings nicht mehr. Sie erfolgte 1743. Der Baumeister selbst war allerdings bereits 1738 nach langer Krankheit verstorben.

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Johann Georg Schmidt

Geboren 1707 in Fürstenwalde bei Geising, gestorben am 24. Juli 1774 in Dresden.

Schmidt war ein Baumeister des Spätbarock und Ratszimmermeister der Stadt Dresden.

Nach seiner Ausbildung zum Zimmermann begann er für seinen Cousin George Bähr zu arbeiten, dem Erbauer der Frauenkirche. Nach Erlangung des Meisterrechts erhielt er 1739 das Bürgerrecht der Stadt und arbeitete am Bau der Dresdner Hofkirche unter der Leitung von Chiaveri. Nachdem er von 1744 bis 1748 die Großenhainer Stadtkirche erbaute, wurde er 1764 zum Ratsbaumeister von Dresden ernannt. In Dresden ist er als Erbauer der zweiten Annenkirche, als einer der Baumeistere der Kreuzkirche und der Dreikönigskirche sowie des Gewandhauses bekannt. Außerdem stammen von ihm verschiedene Privatbauten in der Stadt sowie weitere Bauwerke im Dresdner Umland, wie beispielsweise die Marienkirche in Großenhain.

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Friedrich August Krubsacius

Geboren am 21. März 1718 in Dresden, gestorben am 28. November 1789 ebenda.

Krubsacius war Architekt und Architekturtheoretiker. Im Jahr 1755 wurde er zum sächsischen Hofbaumeister ernannt und im Jahr 1764 zum Professor für Baukunst an die Kunstakademie Dresden berufen. Er war einer der wichtigsten Vertreter des Klassizismus in Sachsen und trug mit einer Vielzahl an Bauwerken zur sächsischen Architekturlandschaft im 18. Jahrhundert bei. Dazu zählen unter anderem die Wiederherstellung des Festsaals im Kurländer Palais in Dresden, das Neue Schloss in Neschwitz, das Landhaus in Dresden sowie das Hoym-Palais in Dresden.

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Gottlob Friedrich Thormeyer

Geboren am 23. Oktober 1775 in Dresden, gestorben am 11. Februar 1842 ebenda.

Thormeyer war als Architekt und königlich sächsischer Baubeamter der sächsischen Residenzstadt tätig. Er ist darüber hinaus der Erbauer der Freitreppe zur Brühlschen Terasse, der Torhäuser an der Hauptallee im Großen Garten sowie Urheber der Entwürfe für den Trinitatisfriedhof und die Annenkirche. Außerdem war er maßgeblich am Wiederaufbau von Bischofswerda nach dem großen Stadtbrand von 1813 beteiligt.