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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Weinberg Pillnitz

Weinberg Pillnitz

Alexander Walther

Weinberg Pillnitz

Foto: Norbert Kaiser
Foto: Norbert Kaiser

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Der Weinberg Pillnitz ist eine der Stationen auf der Sächsischen Weinstraße, die 1992 eingeweiht wurde und über eine Länge von 60 Kilometern von Pirna über Diesbar-Seußlitz, Dresden-Pillnitz und Radebeul bis nach Meißen und die umliegenden Elbweindörfer führt.

Der Weinberg in Pillnitz liegt in direkter Nähe zum Schloss und der Parkanlage. Seit mehr als 600 Jahren wird hier Weinbau betrieben und der idyllische Ort war über Jahrhunderte bevorzugte Erholungs- und Festresidenz sächsischer und auswärtiger Herscher und deren Gefolge gewesen.

1403 wurde der Weinbau in Pillnitz zum ersten Mal in einer Urkunde erwähnt. Im alten Prägesiegel des Dorfes Pillnitz befand sich eine Weinrebe, die die Vermutung der Wichtigkeit des Weinbaus in dieser Region unterstreicht. Neben bäuerlich bewirtschafteten Weinbergen existierten mit dem "Hausberg" und dem Großen Berg" zwei herrschaftliche Anbaugebiete. 1723 erfolgte der Baubeginn der am Fuße des Weinbergs gelegenen Weinbergkirche. Am Ende des 18. Jahrhunderts kam es zu einer umfassenden Neugestaltung des "Großen Berges, der einer der drei sogenannten Musterweinberge im Elbtal wurde. 

Zum Ende des 19. Jahrhunderts war das Gebiet von Rebläusen befallen und es erfolgte die Rodung der Stöcke. Zwar wurden 1924 noch einige Versuche unternommen, um neue Pflanzen ansiedeln zu können, allerdings scheiterten diese und die Fläche des vormalig königlichen Weinbaugebietes in Pillnitz wurde von Anwohnern zum Obstbau genutzt. Spätestens mit den 1960er Jahren erfolgte die zunehmende Verwildung der Weinbergterrassen und 1978 wurde der Weinberg erneut gerodet und 1980 wieder aufbereitet. In diesem Zeitraum gründete sich auch die Winzersparte Weinberg Pillnitz. 1984 begann die Produktionsgenossenschaft "Am Weinberg" mit der Wiederaufrebung der alten Flächen. 1991 feierte man den ersten Sächsischen Weinbautag in Pillnitz und 1992 wurde schließlich die über Pillnitz führende Weinstraße ins Leben gerufen.

Heute gibt es am Weinberg rund 80 Winzer, die den denkmalgeschützten Weinberg auf rund 6 Hektar bewirtschaften. In rund 70 Parzellen sind je 300 bis 800 Stöcke zu finden, die wiederum jeweils 3 bis 6 Weinsorten bereithalten (überwiegend Weißburgunder, Riesling, Grauburgunder, Traminer, Spätburgunder). Betreut werden die Winzer in Pillnitz von der Winzergenossenschaft Meißens, wo ihre Trauben zum begehrten Elbtalwein verarbeitet werden.

Zum kulinarischen Genuss gibt es im und um das Schloss Pillnitz verschiedene gastronomische Einrichtungen wie Restaurants und Weinstuben, in denen man sich verwöhnen lassen kann.

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