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Unser Leseangebot

Winckelmann im Kreise der Gelehrten

Klaus-Werner Haupt

Das Gemälde "Winckelmann im Kreise der Gelehrten in der Nöthnitzer Bibliothek" von Theobald Reinhold Anton Freiherr von Oer steht im Mittelpunkt dieser Abhandlung über Winckelmann. Es dient dem Autor als Vorlage für eine kurze szenische Darstellung, in der die Geisteshaltungen und die Kontroversen der zwölf Gelehrten sichtbar werden.
Insgesamt besteht das Heft aus drei Teilen. Einem Kurzabiss zum Maler von Ohr, dessen Bild im Mittelpunkt steht, dann der szenischen Abhandlung, die das Bild zum Leben erweckt. Anschließend wird in einem wissenschaftlichen Abriss Winckelmann als Wegbereiter der Weimarer Klassik abgehandelt.

Museum für Sächsische Volkskunst mit Puppentheatersammlung

Museum für Sächsische Volkskunst mit Puppentheatersammlung

Alexander Walther

Museum für Sächsische Volkskunst mit Puppentheatersammlung

Foto: bildpixel / pixelio.de
Foto: bildpixel / pixelio.de

Das Museum für Sächsische Volkskunst mit Puppentheatersammlung ist das Einzige seiner Art in ganz Deutschland. Gelegen im mehr als 400 Jahre alten Jägerhof umfasst der Ausstellungsbestand eine einzigartige Sammlung viruoser und naiver sächsischer Volkskunst sowie die größte Puppentheatersammlung der Welt. Das Volkskunstmuseum und die Puppentheatersammlung gehören den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

Gegründet wurde das Museum durch Oskar Seyffert (1862-1940). Seiffert war Maler und zugleich Professor an der Dresdner Kunstgewerbeschule. 1897 gründete er den "Verein für sächsische Volkskunde" mit dem Ziel der Errichtung eines entsprechenden Museums. 1911 bis 1913 erfolgte auf Initiative Seyfferts die Restaurierung des Jägerhofs, der als Ausstellungsort auserkoren wurde. Da das Gebäude allerdings bereits teilweise abgerissen war und baufällig gewesen ist, bedurfte es intensiver Sanierungen. 1913 erfolgte dann die Eröffnung des Museums, damals noch unter dem Namen Landesmuseum für sächsische Volkskund. Die erste Ausstellung umfasste 8.000 Artefakte. Zwischen 1927 und 1949 trug es den Namen des Begründers Oskar Seyffert. 1944 umfasste das Museum bereits 30.000 Gegenstände der sächsischen Volkskunst und im Zuge des 2. Weltkrieges wurden diese bereits ab 1942 in das Schloß Wesenstein eingelagert, so daß mit der teilweisen Zerstörung des Jägerhofs durch die Luftangriffe vom Februar 1945 nur 15 Prozent des Bestandes verbrannte. Weihnachten 1945 erfolgte dann eine erste Weihnachtsausstellung im Erdgeschoß des Jägerhofs abgehalten werden, bevor 1950 die Wiedereröffnung des Museums gefeiert wurde. 1968 wurde das Volkskunstmuseum den Staatlichen Kunstsammlungen angegliedert und seit 2005 umfasst der Jägerhof auch den Bestand der vormals in Radebeul befindlichen Puppentheatersammlung.

Figurenbienenbeuten / Foto: Andre Kaiser
Figurenbienenbeuten / Foto: Andre Kaiser

Das Museum bietet den Besuchern mit rund 27.000 Ausstellungsstücken einen facettenreichen Einblick in alte Bräuche und Traditionen in Sachsen, stellt das Alltagsleben dieser Region im Wandel der Jahrhunderte dar und zeigt neben zahlreichen historischen Besonderheiten verschiedene neuere Aspekte und Werke sächsischer Volkskunst.

Sowohl die berühmten Schnitzereien des Erzgebirges als auch die kunstvoll verzierten Textilien aus der Lausitzer Gegend wie auch verschiedene Trachten aus sorbischen Regionen bieten einen umfangreichen und beeindruckenden Einblick in die verschiedenen Lebenswelten sächsischer Kulturgeschichte. Zum musealen Inventar gehören natürlich die vogtländischen Spitzen oebenso wie kunstvoll gestaltete Möbel, Keramikkunst und historisches Spielzeug. Die im Obergeschoss befindliche Puppentheatersammlung gilt als eine der größten und bedeutsamsten Sammlungen der Welt. Dem Besucher bietet sich die Gelegenheit, in eine zauberhafte und dramatische, in eine poetische und zugleich komische Welt des alten Puppentheaters einzutauchen. Die Puppen gehören zum Herzstück des Museums und es finden sich 200 Jahre Marionetten, historische Handpuppen und auch Theaterfiguren des Bauhauses. Die Bestände an Figuren und Kulissen der mechanischen Welttheater aus dem 19. Jahrhundert sind zweifelsfrei die wertvollsten Ausstellungsstücke dieser Sammlung und sind in Europa in dieser Qualität und Quantität einzigartig.

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Staatliche Kunstsammlungen Dresden (Hrsg.), Spielzeug aus der Sammlung des Museums für Sächsische Volkskunst. Auswahl aus dem Spielzeugbuch von Oskar Seyffert und Walter Trier aus dem Jahr 1922, Dresden 2003.

Just, Johannes, Museum für Sächsische Volkskunst. Geschichte - Sammlung - Ausstellung. 2. Aufl., Dresden 2002.

Ders., Die Gründung des Museums für Sächsische Volkskunst vor 100 Jahren, in: Mitteilungen des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz e. V., Heft 3, Dresden 1997.

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Museum für Sächsische Volkskunst mit Puppentheatersammlung, Jägerhof

täglich 10 bis 18 Uhr, montags geschlossen
Jägerhof
Köpckestraße 1
01097 Dresden

Museum für Sächsische Volkskunst mit Puppentheatersammlung

Eintrittspreis normal: 3,00 Euro
Eintrittspreis ermäßigt: 2,00 Euro
Gruppen ab 10 Personen, pro Person: 2,50 Euro
Kinder und Jugendliche unter 17 Jahren: frei
Schüler, Studenten sowie Auszubildende (ab 17 Jahre): 2,00 Euro

Museum für Sächsische Volkskunst mit Puppentheatersammlung
Jägerhof
Köpckestraße 1
01097 Dresden

Besucherinformation
Telefon: 03 51 / 49 14 2000
Fax: 03 51 / 4 9 14 2001
E-Mail: besucherservice@skd.museum